Orderentgelt – An der Börse sparen!

Orderentgelt – was für ein komisches Wort. Dabei ist es ganz einfach. Es setzt sich zusammen aus dem Wort entgelt, was ein echt gehobenes wort für „vergüten“ oder „bezahlen“ ist, und aus der Order – dem Befehl, der Anweisung, dem Auftrag, etwas zu tun. An der Börse wird ein Orderentgelt fällig, wenn Du Aktien oder ETFs kaufst oder verkaufst. Wieviel das ist und wie genau es sich zusammensetzt, hängt vor allem von deiner Bank ab. Meiner Erfahrung nach nehmen Filialbanken – also auch Sparkassen oder Volksbanken – mehr Geld als Direktbanken, die ihr Business rein übers Internet anbieten. Das muss aber nicht immer so sein. Zum Beispiel kann’s sein, dass etwa die Commerzbank um die Ecke ein Angebot hat, dass es dieses oder jenes Papier ohne ein Orderentgelt gibt. Kann sein – muss nicht sein. :-)

Orderentgelt wird an der Börse fällig

So setzt sich das Orderentgelt zusammen

Meistens setzt sich das Orderentgelt zusammen aus einem Grundentgelt, das gewissermaßen dafür gedacht ist, dass überhaupt jemand für Dich tätig wird. Dann gibt’s meist die Orderprovision. Hier zahlt man meist einen prozentualen Anteil vom Ordervolument. Angenommen dies sind 0,25 Prozentpunkte deiner Anlagesumme und Du willst etwa für 1000 Euro BASF-Aktien kaufen, dann sind 2,50 Euro an Provision fällig. Meist gibt’s einen Mindestsatz. Verlang also die Bank ein Grundentgelt von etwa 4,90 Euro und kommen eben die 2,50 Euro hinzu, wären das ja 7,40 Euro. Viele Anbieter nehmen aber mindestens 9,90 Euro – oder mehr. Auch eine Deckelung nach oben ist meist vorgegeben; so dass Großanleger beispielsweise auf keinen Fall mehr als 59,90 Euro zahlen. Das Orderentgelt ist bei jeder Bank anders – frag Deinen Berater Verkäufer, wie die Konditionen bei deinem Konto und Depot sind.

Orderentgelt sparen: Günstige Anbieter suchen!

Jeden Euro, den ich nicht ausgebe, habe ich für später übrig. Logisch, oder? So ist das auch beim Orderentgelt. Wer hier darauf achtet, eine Bank zu wählen, die nur wenig Geld fürs Handeln verlangt, hat mehr Geld übrig – um ein Eis essen zu gehen oder eben mehr Aktien oder ETFs zu kaufen.

Am besten gratis kaufen: Klingt komisch, ist aber so. Es ist durchaus möglich, gar kein Orderentgelt zu bezahlen. Das Freebuy-Depot der OnVista Bank ermöglicht es euch, völlig ohne Ordergebühren Aktien und andere Wertpapiere zu kaufen! Je mehr Geld durchschnittlich auf dem Verrechnungskonto ist, desto mehr Freebuys hat man! Das habe ich euch hier ganz gut erklärt, wie ich denke. Beim Verkauf der Aktien, ETFs oder Anleihen fallen dann aber natürlich Kosten an. Diese sind bei diesem Anbieter jedoch durchaus überschaubar! Lediglich 5,99 Euro por Order will die OnVista Bank haben!

Comdirect KonditionenAuch die Konditionen der comdirect Bank sind durchaus angemessen, wie ich finde. Wenn ihr mehr Fragen zu Orderentgelt und anderen Gebühren habt, könnt ihr sie gern als Kommentar unter diesem Beitrag verfassen. Ich antworte so schnell es geht!

Euer Finanzfan
Jens

Fotos: Screenshot / Martin Abegglen (Flickr)

2 Kommentare

  1. Hallo Finanzfan!

    Danke für deine Tipps!!! Gerade die normale Schreibe finde ich super! Machen sie weiter so!!!

  2. Hi,

    super Beitrag. Eine Frage habe ich dennoch: fallen Orderentgelte beim Kauf und Verkauf an (also doppelt) oder nur einmal?
    Wenn sie doppelt anfallen, muss man ja schon einen ganz schönen return erwirtschaften, damit sich das überhaupt noch lohnt wenn dann noch die Steuer greift…

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